BENJAMIN SCHMID PLAYS GULDA & HANK

Uraufführung: 4.11.2010 @ Salzburger Jazzherbst, Universitätsaula

Part I: Benjamin Schmid spielt Violinkonzerte von Friedrich Gulda und Sabina Hank

Part II: Sabina Hank Trio feat. Benjamin Schmid plays Gulda & Hank

Klassik und Jazz: Das sind längst keine getrennten Welten mehr. Die Grenzen stehen weit offen. An diesen Orten des freien Übergangs zwischen komponierter und improvisierter Musik treffen sich der Geiger Benjamin Schmid und die Sängerin, Pianistin und Komponistin Sabina Hank am liebsten, wenn sie für ein Projekt gemeinsame Sache machen. Benjamin Schmid gehört zu einem kleinen Zirkel hochkarätiger, klassischer Virtuosen, die auch als Jazzsolisten erfolgreich sind. Und in Sabina Hanks kompositorischer Arbeit spielen eine frühe klassische Prägung, ihre Erfahrungen als Musikerin auf internationalen Jazzbühnen und eine starke Intuition als Songschreiberin gleichberechtigte Rollen.

Ihre jüngste Zusammenarbeit widmen Sabina Hank und Benjamin Schmid einem großen Kollegen: Die Jazzkompositionen von Friedrich Gulda (1930 – 2000) stehen gemeinsam mit Werken von Sabina Hank im Mittelpunkt eines außergewöhnlichen Konzertabends. Das Jahr 2010 bietet dafür einen doppelten Anlass: Den 80. Geburtstag des Ausnahmekünstlers und das Gedenken an seinen 10. Todestag.

Grenzen gab es auch für Friedrich Gulda nicht: Als klassischer Interpret genoss er uneingeschränkt den Ruhm eines Genies. Als leidenschaftlicher Verfechter des Jazz als einer Musik der Freiheit rebellierte er gleichzeitig gegen die starren Normen des Klassikbetriebs. Mit seinen Auftritten sorgte erauch für manchen Skandal. „Doch vor allem hat sich Friedrich Gulda neben seiner klassischen Karriere seit seiner Jugend sehr intensiv und ernsthaft mit Jazz befasst“, sagt Benjamin Schmid. „60 Jahre seines Lebens hat er kontinuierlich Jazzstücke geschrieben, die leider heute viel zu selten zu hören sind. Er wollte dieser Kunst einen gebührenden Raum verschaffen. ich habe größten Respekt vor so viel schöpferischer Kraft. “ Dem stimmt auch Sabina Hank zu: „Ich habe Friedrich Gulda zunächst als klassischen Interpreten bewundert. Als ich dann erstmals sein Gesamtwerk entdeckt habe, war ich sprachlos.“

Benjamin Schmid spielt Gulda und Hank: Unter diesem Motto stehen einander im ersten Teil des Abends zwei Violinkonzerte gegenüber. In einem zweiten Teil interpretieren Sabina Hank und ihr Trio mit Benjamin Schmid als Gastsolist Kompositionen von Hank sowie Jazzstücke von Gulda, die Sabina Hank speziell für die Quartettbesetzung neu arrangiert hat.

Sein 1974 in Salzburg uraufgeführtes Konzert für Solovioline, Streicherbesetzung und Band, mit dem Schmid und die Camerata Salzburg das Konzert eröffnen, hat Friedrich Gulda „Wings“ genannt . Sabina Hanks dreisätziges Konzert für Streicher und Solovioline, das sie 2008 im Auftrag des Mattseer Diabellisommers für Benjamin Schmid schrieb, trägt den Titel „Three Songs for an Abandoned Angel“.

Was beide Werke miteinander verbindet? „Vordergründig sind es zwei zeitgenössische, österreichische Violinkonzerte, die in klassischem Sinn komponiert sind, aber stark mit Jazz-Idiomen arbeiten und Raum für Improvisation bieten“, erläutert Schmid. „Und darüber hinaus ist jedes für sich ein außergewöhnliches Werk.“

Wie Sabina Hank arbeitet, wenn sie statt für ihre Band für Streichorchester und einen Solisten komponiert? „Eigentlich schreibe ich immer Songs – egal, ob sie 40 Minuten dauern oder vier“, sagt Hank, und erklärt damit auch den Titel ihres Violinkonzertes. Mit dem Auftrag hat sich für die Komponistin ein Wunsch erfüllt: „Es gibt keinen Geiger, für den ich lieber schreibe – auch, weil bei ihm in jedem Ton die Bewusstheit zweier musikalischer Welten zu hören ist.“

Für den Widmungsträger Schmid wiederum lässt das Werk keine Wünsche offen: „Sabina Hank ist für mich eine der großartigsten Komponistinnen und Arrangeurinnen, sie hat ein sehr ehrliches, inneres Ohr, dem sie sich anvertraut, und sie weiß sehr genau, was sie will. Es ist wichtig, dass sich zwei Musiker aufs Beste verstehen. Und wir haben über die Parameter unserer gemeinsamen Leidenschaft sehr, sehr viele Gespräche geführt. “

Line up:

Part I: Benjamin Schmid spielt Violinkonzerte von Friedrich Gulda und Sabina Hank

Benjamin Schmid, Violine
Camerata Salzburg
Christian Lettner, Schlagzeug
Alexander Meik, Bass
Andreas Grabner, Pauken

Part II: Sabina Hank Trio feat. Benjamin Schmid plays Gulda & Hank

Benjamin Schmid, violin
Sabina Hank, vocals & piano
Alexander Meik, bass
Christian Lettner, drums

Genaue Werkangabe Part I:
1. Friedrich Gulda: “Wings”, Concertpiece for Soloviolin, Strings and Rhythmsection
2. Sabina Hank: Violin Concert (2008) for Soloviolin & Stringorchestra “3 songs for an abandoned angel”

Offizieller Pressetext als pdf zum Download:

BenjaminSchmid_Plays_Gulda_Hank_OffiziellerPressetext_2010

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SABINA HANK & BENJAMIN SCHMID LIVE @ SERVUS TV 2010

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