Sabina Hank & Willi Resetarits

„Abendlieder“

„Hank gelang es eine Symbiose aus Wort und Ton zu schaffen, die ans Herz rührt- die Abendlieder sind Resetarits auf den Leib geschrieben.“ (Kronenzeitung)

„Wenn die Salzburger Sängerin und Pianistin Sabina Hank und der Wiener Vokalist und

Rockn´Roll-Ruheständler Willi Resetarits sich in einem gemeinsamen Liederprogramm Soyfers Werk nähern, kommt dabei eine unprätentiöse und gleichzeitig kraftvolle Musik heraus. Die von Hank erdachten, offenen Songformate lassen den Worten viel Platz zur Entfaltung und den Musikern viel Raum für fein schattierte Klangfarben.

Alles in allem: Jazzpoesie und ein Abend grosser Lieder.“ (Salzburger Nachrichten)

“Dem herbstlichen Lebensbild der Texte, ihrer Melancholie und Leidenschaft schuf Hank einen musikalischen Rahmen von bemerkenswerter klanglicher Weite. Die gewohnt facettenreichen Kompositionen bezeugen eine der Auseinandersetzung mit der soyfer´schen Lyrik entsprungene Freude, dem Vermächtnis aus Zeiten der Kälte gerecht zu werden. mit “Abendlieder” haben Sabina Hank und Willi Resetarits ein bewegendes Stück Musik hervorgebracht, das eine Verewigung auf Silberling verdient.” (Jazzzeit)

Liner Notes (von Ernst Molden):
Die Live-Platte ist der Offenbarungseid des Musikers.

Nicht, daß man keinen Meineid schwören könnte, am Konzertdokument läßt sich in Zeiten elektronischer Postproduktion allerhand manipulieren. Schnell ist ein Applaus aufgefettet oder das eine oder andere Malheur vertuscht. Aber die Essenz eines Konzertes, das Einzigartige daran, das eigentlich gar nicht hör- sondern nur spürbare federnde Verbundensein der Künstler mit ihrem Publikum, das bleibt gottlob unsimulierbar. Solches Schwingen muß stattgefunden haben, sonst wird es auf jeder Platte fehlen.

Sabina Hank und Wilhelm Resetarits ist unter diesem Aspekt mit ihren „Abendliedern“ das Kunststück eines vollkommenen Live-Albums gelungen. Denn für die Dauer eines Abends, einer Handvoll sparsam instrumentierter, unendlich behutsam arrangierter Lieder genießen die beiden eine ungeteilte, fast atemlose Aufmerksamkeit, gilt ihnen eine stille Berührtheit, die diese Platte so anstrengungslos und so lebendig macht.

Das liegt sicher am hervorragenden kleinen Ensemble, den Saxophonisten Gerald Preinfalk und Herbert Berger, den Bassisten Georg Breinschmid und Alex Meik.

Das liegt an Sabina Hanks Klavierspiel, das bei aller Virtuosität den Songs, die es auf Händen trägt, keinen Augenblick im Weg steht.

Aber in erster Linie liegt es an den beiden Sängern, die so genau wissen, weshalb und wie sie ihre Geschichten erzählen müssen.

Diese schwierigen Geschichten.

Wer musikalisch an den Texten von Jura Soyfer und HC Artmann rührt, macht es sich nicht leicht. Soyfers brillanter Nachdruck und seine politische wie menschliche Hellsichtigkeit können auch mit Musik kaum mehr verstärkt werden. Sabina Hank versucht es gar nicht, weist vielmehr mit ihren flirrenden Kompositionen den Befunden des Dichters einen Weg auch in die Seelen von Hörern, die sich diesen Texten sonst womöglich nicht geöffnet hätten. Anders bei Artmann: Hier liegt schon soviel Musik in der Sprache, daß die Komponisten (neben Hank auch Willi Resetarits und Herbert Berger) die glitzernden Fäden der Lyrik nur noch aufnehmen und weiterspinnen.

Dieses Album ist voller Momente, die dem Hörer schon nach dem ersten Mal eingeschrieben bleiben: die beschwörende Stimme von Willi Resetarits auf „Sturmzeit“, die so stolze Verlorenheit des Wanderliedes mit der Aufforderung „Such dir das Land, das dir gehört“, der unbedingte Existenzialismus in „Samma scho Menschen“. Im Artmann-Teil des Zyklus, wo der Abend wärmer ist, die Musik so stark und beidbeinig am Boden steht, da finden sich mit „Liad En Suma“ und „Alanech fia Dii“ zwei der schönsten österreichischen Liebeslieder überhaupt.

Es gibt nur eine Möglichkeit, das Hören des Albums „Abendlieder“ zu substituieren: ein Konzert der „Abendlieder“ mit Hank und Resetarits zu besuchen, selbst Teil dieses eigenwilliges Liederabends zu werden. Da gilt es dann zu hoffen, daß die Dichte dieser Live-Platte noch einmal erreicht wird. Schwer vorzustellen, bei diesen Protagonisten aber nicht undenkbar.

Ernst Molden (Wien, Sommer 2008)

Live Line up:
Willi Resetarits, Gesang
Sabina Hank, Gesang & Klavier
Herb Berger, Saxofon & chromatische Mundharmonika
Alex Meik, Kontrabass

www.williresetarits.at

Pressetext als pdf zum Downloaden:
Pressetext Abendlieder

Sabina Hank & Willi Resetarits @ Donauinselfest:

Beiträge & Rezensionen:
Abendlieder_Kritik_SalzburgerNachrichten2006

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